
Die Zahlen aus Großbritannien zeigen, wie schnell das Problem wächst. Die EU-Batterieverordnung gibt vor, wie die Branche darauf reagieren muss.
In jeder Lithium-Ionen-Zelle trennt ein dünner Separator die Elektroden voneinander. Wird der Akku in der Presse eines Müllfahrzeugs zerdrückt oder auf dem Sortierband beschädigt, versagt dieser Separator. Es kommt zum internen Kurzschluss und zum sogenannten Thermal Runaway: Die Temperatur steigt unkontrolliert auf mehrere hundert Grad Celsius und setzt Papier, Kunststoffe und andere brennbare Abfälle innerhalb von Sekunden in Brand.
Das Risiko nimmt zu, weil Kleingeräte mit fest verbauten Akkus immer günstiger und verbreiteter sind. Viele davon, allen voran Einweg-E-Zigaretten, sind von vornherein als Wegwerfprodukte konzipiert.
Großbritannien verfügt über die am besten dokumentierten Daten zu Akkubränden in der Entsorgung:
Laut ESA sind Lithium-Ionen-Akkus inzwischen für fast die Hälfte aller Brände in der britischen Entsorgungsbranche verantwortlich. Gleichzeitig bietet nur etwa ein Viertel der britischen Kommunen eine Abholung von Batterien oder Elektrokleingeräten an der Haustür an.
Der Mechanismus ist überall derselbe: Wo Altbatterien im Restmüll landen, häufen sich Brände in Müllfahrzeugen, Sortieranlagen und Abfalllagern. Für Entsorger in Deutschland, Polen und der gesamten EU bedeutet jeder Brand Anlagenstillstand, Gefahr für Beschäftigte, Sachschäden und steigende Versicherungsprämien.
Die wirksamste Maßnahme setzt vor der Tonne an: Altbatterien, Einweg-E-Zigaretten und Elektrokleingeräte gehören nicht in den Restmüll, sondern in die Sammelstellen im Handel oder auf den Wertstoffhof.
Die Verordnung (EU) 2023/1542 über Batterien und Altbatterien enthält Vorgaben, die genau hier ansetzen:
Für Hersteller, Importeure und Vertreiber heißt das: Sie brauchen Rücknahmesysteme, die nicht nur die Quoten erfüllen, sondern auch sicher sind. Für die gesamte Entsorgungskette heißt es: fachgerechte Lagerung und ein sicherer Transport der gesammelten Zellen.
Die meisten Akkubrände in der Entsorgung lassen sich verhindern, bevor eine Zelle überhaupt ins Müllfahrzeug gelangt. Entscheidend sind drei Faktoren:
Wastes Service Group ist auf die Sammlung, den Transport und das Recycling von Altbatterien und Akkus spezialisiert. Wir unterstützen Unternehmen dabei, ihre gesetzlichen Pflichten zu erfüllen und Batterieabfälle sicher zu managen. Sprechen Sie uns an, wir finden die passende Lösung für Ihr Unternehmen.
Kann ein Lithium-Ionen-Akku in der Mülltonne Feuer fangen?
Ja. Meist entzündet er sich beim Verdichten des Abfalls im Müllfahrzeug oder auf dem Sortierband, wenn die beschädigte Zelle einen internen Kurzschluss erleidet.
Wie entsorgt man Einweg-E-Zigaretten richtig?
Einweg-E-Zigaretten enthalten einen Lithium-Ionen-Akku. Sie gehören in die Batterie- oder Elektrosammelstelle im Handel oder auf den Wertstoffhof, niemals in den Restmüll.
Welche Sammelquoten sieht die EU-Batterieverordnung vor?
Für Gerätebatterien: 63 % bis Ende 2027 und 73 % bis Ende 2030.

24/9/26
Die Wastes Service Group wurde von TÜV NORD Polska nach PN-EN ISO 14001:2015 zertifiziert.

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