10/10/2026

POLECO 2026: Unsere Erkenntnisse zu kritischen Rohstoffen und Herstellerverantwortung

Vom 6. bis 8. Oktober 2026 waren die Teams von Wastes Service Group und Green Recovery auf der POLECO in Posen vertreten, einer der wichtigsten Fachmessen für Umweltschutz und Abfallwirtschaft in Mittel- und Osteuropa.

Die diesjährige Ausgabe versammelte über 200 Unternehmen und Marken aus 14 Ländern. Für uns bedeutete das drei Tage voller Gespräche am Stand und zwei Expertendebatten, die wir gemeinsam mit dem Messeveranstalter Grupa MTP organisiert haben.

Debatte 1: Ist die europäische Industrie bereit für die EU-Ziele beim Recycling kritischer Rohstoffe?

Direkt nach der offiziellen Eröffnung moderierte Filip Gabryelewicz, CBDO von Wastes Service Group, das Eröffnungspanel auf der Hauptbühne. Auf dem Podium: Hanna Kończal, Hauptinspektorin für Umweltschutz; Maciej Białek, Direktor der Abteilung Abfallwirtschaft im polnischen Klima- und Umweltministerium; Beata Wołczuk, Ministerium für Entwicklung und Technologie; Prof. Piotr Młynarz, Technische Universität Breslau; sowie Robert Makieła, Vorstandsvorsitzender von Wastes Service Group.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Industrieller Maßstab entscheidet. Unsere Gruppe hat bereits 7.800 Tonnen Schwarzmasse verarbeitet. In Europa fehlen jedoch weiterhin Abnehmer, die Schwarzmasse und Graphit hydrometallurgisch im industriellen Maßstab verarbeiten, also Dutzende Tonnen pro Tag statt Labormengen. Ein EU-Exportverbot für Schwarzmasse ohne diese Kapazitäten wäre eine erhebliche Belastung für den Markt.
  • Verfahrensdauer zählt. Altbatterien sind brandgefährlich und dürfen nicht monatelang auf grenzüberschreitende Genehmigungen warten.
  • Digitale Überwachung. Das EU-System DIWASS soll die Kontrolle von Abfallverbringungen verbessern und Reaktionen auf EU-Ebene ermöglichen.
  • Regulierung ohne Marktstillstand. Polens neuer Abfallkatalog und Korrelationstabellen sollen Genehmigungen am Laufen halten, die nationale Abfalldatenbank BDO wird auf den Batteriepass vorbereitet.
  • Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam. Der Weg vom Labor zur Industrie erfordert langfristige Partnerschaften, Forschungszentren und Zweckgesellschaften.

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Debatte 2: Produkt oder Abfall? Wo die Herstellerverantwortung beginnt und endet

Am zweiten Messetag diskutierten Michał Kusz (Green Recovery), Dr. Robert Wawrzonek (ELECTRO-SYSTEM), Prof. Krzysztof Galos (Chefgeologe Polens, Klima- und Umweltministerium), Prof. Grzegorz Lota (Łukasiewicz-Institut für Nichteisenmetalle), Katarzyna Błachowicz (Vorstandsvorsitzende, Veolia EKOZEC) und Bartosz Lewandowski (Novago) über die erweiterte Herstellerverantwortung in der Praxis.

  • Anreize für Ökodesign: Für eine breite Umsetzung braucht es systematische Anreize und Entlastungen für Unternehmen.
  • Klare Regeln, gleiche Bedingungen: Stabiles Wachstum setzt transparente Regulierung und ein transparentes Wirtschaftsmodell voraus.
  • Das Design entscheidet: Wie Katarzyna Błachowicz betonte, werden bis zu 80 % der Kosten und Verwertungsmöglichkeiten am Lebensende in der Entwicklungsphase festgelegt.
  • Abfall als strategische Ressource: Metallhaltige Abfälle sollten als anthropogene Rohstoffquelle in der EU gehalten werden.
  • Technologie ist vorhanden: Europa braucht jedoch Regeln, die den Aufbau einer eigenen Raffinationsindustrie unterstützen.
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Safe Battery Warehouse vor Ort

Zwischen den Hallen 5 und 5A haben wir das Safe Battery Warehouse vorgestellt, unser Containersystem für den sicheren Transport von Traktionsbatterien aus Elektrofahrzeugen. Es überwacht den Zustand der Ladung während des Transports und ist auf Brandgefahren vorbereitet.

Vielen Dank

Wir danken allen Panelteilnehmern, der Grupa MTP für die professionelle Zusammenarbeit sowie allen Partnern und Gästen, die uns am Stand besucht haben. Falls wir uns in Posen verpasst haben: Sprechen Sie uns an.
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